Weinstädter Bürgerforum

Das Diskussionsforum rund um Weinstadt
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BeitragVerfasst: 05.10.2010 - 11:06 
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Hallo Wavecaller,

endlich mal ein Befürworter, denn allein lässt es sich nicht so gut diskutieren. Daher bin ich dir dankbar, dass du in die Diskussion einsteigst. Ich finde es aber schade, dass du nicht auf meine Argumente eingegangen bist, sondern nur ein paar neue von deiner Seite hinzugefügt hast.

Sei mir nicht böse, aber das Argument mit den 20 gekauften S 21-Gegnern aus Dresden, die du auf dem Volksfest angetroffen hast, ist in einer solchen Diskussion nicht zielführend. Da bist du wohl kräftig auf den Arm genommen worden.

Auch dein Argument mit dem Frankfurter Hbf, der nach deiner Meinung so gut wie nicht mehr von ICEs angefahren wird, ist nicht haltbar. Ein kurzer Blick auf den Fahrplan, und du wirst sehen, dass 2/3 der Zugverbindungen Stuttgart –Frankfurt den dortigen Hbf ansteuern. Dass es Zugverbindungen gibt, die nur den Frankfurter Flughafen ansteuern und den Hbf dann auslassen, ist bei einem Weltflughafen nachvollziehbar.

Ein Großprojekt darf kein Selbstzweck sein. Nach dem Motto, jetzt sind wir auch mal dran, macht kein Sinn. Das Projekt selbst muss Sinn machen. Und je teuerer es ist, je risikoreicher der Bau ist und je man dabei zerstört, umso größer muss der Gegenwert sein. Dass bei einem solchen Milliardenprojekt ein paar Arbeitsplätze abfallen, bestreitet wohl niemand. Bei den erwartenden 10.000 Arbeitsplätzen, die nach Abschluss des Projekts dauerhaft geschaffen werden sollen, habe ich aber erhebliche Zweifel. Hier habe ich noch keine nachvollziehbare Antworten gefunden. Auch für das Argument, dass Stuttgart wirtschaftlich betrachtet, abgehängt werden könnte, wenn S 21 nicht kommen sollte, fehlt mir eine logische Erklärung.

Vor 2 Jahren ist von Focus-Money ein Landkreisranking der wirtschaftsstärksten Gebiete in Baden-Württemberg und Deutschland erschienen. Demnach liegen die Landkreise Tuttlingen und Biberach an der Spitze Baden-Württembergs. Tuttlingen landete sogar auf Rang 6 Deutschlandweit. Diese Landkreise liegen weitab von jeglicher Magistrale und sind trotzdem Spitze. Das wirtschaftliche Glück einer Region bedarf also nicht unbedingt einer schnellen Erreichbarkeit.


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BeitragVerfasst: 04.10.2010 - 17:21 
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Hallo,
also ich muss erstmal zugeben, dass ich nicht alle vorherigen Beiträge gelesen habe. Die nur so als Info.
Mal ganz davon abgesehen davon, ob man nun für oder gegen S21 ist. Die Verträge sind nach Bürgerlichem Recht zustande gekommen. Die Verträge zu brechen würde Kosten entstehen lassen, die "für nichts" verpuffen. Also Steuergeld, dass einfach weg ist ohne Gegenleistung.
Zudem vergessen viele, dass durch den Bau von S21 viele Leute eine Arbeit für Jahre gefunden haben bzw. finden werden, die zu zusätzlichen Steuereinnahmen führen wird. Hier sind bestimmt auch einige Weinstädter betroffen. Ausgaben für Arbeitslose müssen hingegen nicht mehr gezahlt werden. Wie viele Euro das jetzt genau ausmacht kann ich natürlich nicht sagen.
Jedoch ist eins klar. Die Stadt Frankfurt als Beispiel hat auch einen Bahnhof in der Innenstadt. Frankfurt ist jedem deutschen bekannt. Jedoch hält so gut wie kein ICE mehr am Hauptbahnhof in Frankfurt. Die halten alle am Flughafen. Sollte S21 gestoppt werden, können wir damit rechnen, dass Stuttgart eine ähnliche Entwicklung durchleben wird.
Zudem darf nicht vergessen werden wie viele Personen in BaWü arbeiten aber nicht in BaWü wohnen. Sie pendeln mit dem Zug nach BaWü und landen in Stuttgart. Für diese Personen ist S21 ein eindeutiger Vorteil!
Wie viel Jahre wurde in Stuttgart kein Großprojekt mehr gebaut? Stuttgart darf einfach nicht den Anschluss verpassen!
Ein Beispiel das mich selbst betroffen hat. Die Messe Games Convention war Jahre lang in Leipzig. Doch die dortige Messe wurde zu klein. Also suchten sich die Veranstalter einen neuen Messeort. Unter anderem bewarb sich die neue Messe Stuttgart. Sie hatte sogar sehr gute Chancen diese Messe zu bekommen (Europas größte Messe für Computerspiel für die, denen sie nicht bekannt ist) Am Ende bekam aber Köln die Messe. (Jetzt GamesCom genannt) Unter anderem aus dem Grund, dass die Verkehrsanbindung der Messe Köln wesentlich besser ist. Stuttgart hätte die Messe vom Platz handeln können. Aber nicht den Besucheransturm!!! Hier ist S21 ein Schritt in die richtige Richtung um so eine Weltweit bekannt Messe nicht wieder zu verlieren. Dies hätte außerdem zu zusätzlichen Einnahmen in die Kasse des Landes und der Stadt Stuttgart gebracht.
Das nächste was ich absolut nicht verstehen kann: Ich war auf dem Wasen und musste ein Gespräch von einer Gruppe Männer aus Dresden mit anhören. Es waren alles Arbeitslose, die 20,-€ für den Wasen geschenkt bekommen haben und das Bahnticket um nach Stuttgart zu fahren um gegen S21 zu demonstrieren. Persönlich tangierte sie S21 garnicht!
Aus diesem Grund bin ich mir sicher, dass einige Demonstranten gar nicht von S21 betroffen sind oder einfach Lust haben zu demonstrieren. Nicht alle Demonstranten sind auch gegen S21 ...
Vor allem wird durch die Demonstrationen Stuttgart mehr geschadet als geholfen. Ich persönlich wollte mit meiner Freundin nach Stuttgart fahren um einzukaufen auf der Königsstraße. Da wir aber im Radio gehört hatten, dass durch die Demonstrationen kein Durchkommen ist haben wir uns dazu entschlossen nach Waiblingen zu fahren. Hier hat Stuttgart Geld verloren. Und wir sind bestimmt nicht die einzigen gewesen die sich gegen einen Besuch in Stuttgart entschieden haben.
Oliver hat geschrieben:
860.000 Euro / 25.000 Weinstädter = 34,40 Euro für Jeden.

34,40 ist meiner Ansicht nach für so ein Projekt nicht viel. Ich wäre bereit dazu diesen Beitrag für 8 Jahre zu zahlen. (Macht im Monat 0,35 €)
Doch kann ich auch Leute verstehen, die als Beispiel 80 Jahre alt sind. Eine kleine Rente haben und Weinstadt eh nicht verlassen, die es dann nicht verstehen diesen Beitrag zu zahlen.
Ich denke der Nutzen für Weinstadt ist gering. Aber für das Land und Stuttgart ist vielleicht der Plan nicht der richtige, aber es muss etwas getan werden.
Genauso wie Weinstadt ein Bad benötigt, aber der Momentane Badbau einfach (meiner Ansicht nach) falsch geplant ist.
Aber eins ist unumstößlich. Wir benötigen Veränderungen um den Anschluss nicht zu verpassen.


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BeitragVerfasst: 01.10.2010 - 10:09 
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Hallo Oliver
Du hast mich vielleicht etwas missverstanden. Ich wollte nicht damit zum Ausdruck bringen, dass die Internetplattform K21 objektiv ist. Hier sammeln sich nur die Gegner von S 21, teils aus unterschiedlicher Motivation, hinter einem ihrer Meinung nach besseren Alternativ-Modell.

In ihrem Protest berufen sich nun die S21 Gegner bzw. K21 Befürworter auch auf Experten, die sich bereits mit einem Gutachten oder öffentlichen Äußerungen zum Projekt geäußert haben und führen diese auf ihrer Internetseite auf. Einige dieser Gutachten wurden sogar von den Befürwortern bestellt, aber wegen kritischer Beurteilung von S 21 2 Jahre zurückgehalten (z.B. das Gutachten der Schweizer Firma SMA). Das Bundesumweltamt beruft sich in seinem Bericht auf Expertisen der Firmen KCW bzw. Vieregg & Rössler.

Andere Experten unterstützen die K 21-Befürworter, weil sie erhebliche Zweifel an der Richtigkeit und Leistungsfähigkeit von S 21 haben. Ich habe da Prof. Bodack genannt. Aber da gibt es auch noch Prof. Dr. Wolfgang Hess, Prof. Dr. Heiner Monheim und Egon Hopfensitz, der ehemalige Bahnhofsvorsteher. Da im Grunde genommen alle 7 genannten Experten unabhängig sind, habe ich wenig Zweifel an ihrer Objektivität. Und da es die Bewegung für K 21 noch nicht allzu lange gibt, dürfte eine Verfilzung auch noch nicht eingetreten sein. Mehr Objektivität ist wohl kaum zu erhalten.


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BeitragVerfasst: 30.09.2010 - 14:02 
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Hallo Oliver,
und wo ordnen Sie die Stellungnahmen von Bundesrechnungshof und Umweltbundesamt ein??


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BeitragVerfasst: 30.09.2010 - 13:15 
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Hallo Hannes,

die erwähnten Quellen sind bei Weitem nicht Objektiv. Das sind selbst ernannte S21 Gegner.
Auch die Medien erfreuen sich gerade eher über die Protestaktionen.
Wenn man sich deshalb derzeit eine Meinung bilden will, muss man eher ein paar Gewichte in die andere Waagschale legen und nach Gründen für S21 suchen.
Heute werden übrigens die ersten Bäume im Park gefällt.


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BeitragVerfasst: 30.09.2010 - 10:38 
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Hallo Oliver,
um dir ein objektives Bild machen zu können, kommst du nicht umhin, dir die nötigen Informationen selbst im Internet zu suchen. Ich persönlich habe dabei mehr Vertrauen in die Meinung unabhängiger Experten und vor allem dann, wenn diese ein hochkarätiges Fachwissen besitzen, wie z.B. Prof. Dipl.-Ing. Karl-Dieter Bodack. Der war 27 Jahre in Stabs- und Führungspositionen bei der Bundesbahn und Deutschen Bahn AG und arbeitet heute als freiberuflicher Unternehmensberater und wirkte als Sachverständiger im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestags zum Thema Bahnprivatisierung. Herr Bodack hat vorgestern abend in Korntal einen Vortrag gehalten den du dir auf youtube als Vierteiler (Dauer ca. 45 Min.)anschauen kannst.

http://www.youtube.com/watch?v=FKGSZ1eIfgM

Es gibt aber auch noch eine Reihe weiterer Hochkaräter, die du auf www.Kopfbahnhof-21.de ausmachen kannst, und deren Urteil über S 21 vernichtend ausfällt. Auch ist es sehr interessant, die Entstehungsgeschichte von S 21 kritisch zu beleuchten, wie es zu den demokratischen Beschlüssen gekommen ist und wie sie von den Projektbetreibern nun mit aller Macht umgesetzt werden. Wenn du dir die Zeit dazu nimmst, kannst du am Schluss vielleicht verstehen, warum auf den Demonstrationen häufig "Lügenpack" gerufen wird. Das gehört sich zwar für einen anständigen Bürger nicht, aber die Leute die sich belogen und betrogen fühlen, bringen es halt dann in dieser kurzen Form so zum Ausdruck.


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BeitragVerfasst: 30.09.2010 - 8:44 
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Ich vermute die geringe Beteiligung eher am Aussterben des Forums.
Seit ein paar weniger intelligente Anonyme sich den eigenen Ast durch beleidigende Forumsbeiträge fleißig absägten und damit auch konstruktive anonyme Einträge verhinderten ist im Weinstadt Forum doch nichts mehr los. Nachträglich noch mal Glückwunsch.

mamalu hat geschrieben:
Vielleicht liegts ja daran, dass die öffentlichen Verlautbarungen uns nur Gutes verheißen und es schon viel eigene Recherche braucht, wenn man an andere Informationen gelangen will. Auch die Diskussionen im Fernsehen sind nicht so furchtbar tief-informativ, weil eben ziemlich plakativ in der Kürze.
Was ich übrigens nicht verstehe,ist, dass die CDU Weinstadt zwar gegen das neue Hallenbad in Weinstadt ist, zu S 21 aber nicht den gleichen Mut aufbringt, sich gegen Mehrheiten zu stemmen, wenigstens verbal.

Ich habe den Eindruck die öffentlichen Verlautbarungen/ Medien schüren das Feuer derzeit eher für die S21 Gegner und ich finde das auch nicht richtig obwohl ich keine Lust auf S21 habe. Die Streitereien und Kämpfe beider Seiten sind auf einem zu niedrigem Niveao um sich als Außenstehender ein objektives Bild zu machen.
Die einen schreien Lügenpack und die anderen reisen den Bahnhof vor deren Augen trotz angekündigter Gesprächsbereitschaft weiter ab.
Da würde ich mich als Bürgermeister eigentlich erstmal auf keine der beiden Seiten stellen, sonst geht es dir wie dem Drexler


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BeitragVerfasst: 29.09.2010 - 17:03 
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Vielleicht liegts ja daran, dass die öffentlichen Verlautbarungen uns nur Gutes verheißen und es schon viel eigene Recherche braucht, wenn man an andere Informationen gelangen will. Auch die Diskussionen im Fernsehen sind nicht so furchtbar tief-informativ, weil eben ziemlich plakativ in der Kürze.

Was ich übrigens nicht verstehe,ist, dass die CDU Weinstadt zwar gegen das neue Hallenbad in Weinstadt ist, zu S 21 aber nicht den gleichen Mut aufbringt, sich gegen Mehrheiten zu stemmen, wenigstens verbal.


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BeitragVerfasst: 29.09.2010 - 16:39 
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Eigentlich schade, dass dieses für die Region so brisante Thema im Bürgerforum auf so geringe Resonanz trifft.

Unsere Stadt muss innerhalb der nächsten 8 Jahre rund 1 Million Euro für eine Infrastrukturmaßnahme zahlen, von der nicht wenige Experten erwarten, dass sie sich auf den Nahverkehr eher nachteilig auswirken wird. Das hieße doch, dass wir für eine Verschlechterung des Nahverkehrsbetriebes auch noch zahlen müssen. Und nun möchte der Städtetag, dass die Städte und Gemeinden in ihren Amtsblättern auch noch Werbung für Stuttgart 21 machen. Dies ist dann doch ein bisschen zu viel des „Guten“.

Wie stehen eigentlich unsere Stadtoberen zu „Stuttgart 21“? Halten sie denn den Beitrag, den die Stadt zu leisten hat, für gerechtfertigt, und wenn ja, worin sehen sie denn die Vorteile für die Region?
Weitere Frage: Darf die Stadt im amtlichen Teil der Weinstadtwoche eigentlich - ohne Gemeinderatsbeschluss – eine solch einseitige „Stuttgart 21“ - Werbung abdrucken?


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BeitragVerfasst: 28.09.2010 - 14:10 
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Als ehemaliger Weinstädter und jetzt Stuttgarter hab ich mich sehr über die Beiträge hier gefreut.
Es viel mir selbst als Stuttgarter lange Zeit schwer mich für eine Richtung zu entscheiden. Zu emotional gingen Gegner und Befürworter miteinander um. Viele Fakten wurden auf beiden Seiten unterschiedlich ausgelegt um entsprechend zu argumentieren. Ich hab mich deshalb zurück gelehnt und ganz egoistisch auf mich alleine gehört.
Nun bin ich gegen S21 aus ganz persönlichen Gründen.

Jeder Weinstädter kann sich Gedanken machen über S21. Die ganze Region soll bekanntlich durch das Projekt aufgewertet werden.
860.000 Euro / 25.000 Weinstädter = 34,40 Euro für Jeden.
Bei einer 5 Köpfigen Familie 172,- Euro.
Gelder von Bund noch nicht einberechnet.

Ist das für euch Weinstädter OK dieses Geld in das Spendenkässchen für S21 zu werfen?


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BeitragVerfasst: 23.09.2010 - 13:35 
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hallo mamalu,
ich bin bei meiner Suche im Archiv auf 2 Abstimmungen gestoßen. Einmal am 25.9.2002

http://www.region-stuttgart.org/vrs/mai ... docid=1485

und eine 2. Abstimmung am 18.7.2007 in welcher es um eine Beitragserhöhung von 66 auf 100 Millionen ging.

http://www.region-stuttgart.org/vrs/mai ... docid=1943

der 3. Beitrag im Archiv war die Feierstunde vor dem Prellbock, in welcher die Regionaldirektorin Jeannette Wopperer drei Aspekte der Nachhaltigkeit hervor hob. Stuttgart 21 sei aus ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Gründen ohne Alternative.

http://www.region-stuttgart.org/vrs/main.jsp?navid=29


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BeitragVerfasst: 23.09.2010 - 12:33 
Auch ich bin verwundert, dass das Thema S21 in unserer Stadt so wenig diskutiert wird, müssen wir doch alle die finanziellen Folgen tragen, ohne einen sichtbaren Vorteil dafür zu erlangen. Auch glaube ich, dass die von der Stadt genannten 860.000 Euro in zehn Jahren eher als Minimum anzusehen sind, da die zur Zeit existierenden Gutachten eine nochmalige Zunahme der Baukosten prognostizieren. Deshalb scheint mir die in der Waiblinger Kreiszeitung vom 11.9.2010 aufgemachte Rechnung, die Weinstadt einen Anteil von rund 1 Mio Euro zuordnet, sehr realistisch zu sein. Nachdem unsere Stadt wegen gesunkener Gewerbesteuereinnahmen ohnehin kaum ihre zugewiesenen Aufgaben umsetzen (u.a. Kernzeitbetreuung) und gewünschte Investitionen (Badneubau) nur über Kredite finanzieren kann, muss man sich wirklich fragen, ob die für Stuttgart21 aufzubringende Umlage nicht sinnvoller verplant werden könnte. Doch wer von unseren zuständigen Politikern (Kreistag u. Regionalkonferenz) hat schon den Mut, ein Zeichen zu setzen und einfach mal gegen die von der Fraktionsführung vorgegebenen Meinung zu stimmen?


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BeitragVerfasst: 23.09.2010 - 12:30 
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Hallo Hannes,
ich wollte mich auch dranmachen, die oft zitierte demokratische Legitimierung nachzulesen und sonst ein paar Papiere zu suchen. Haben Sie die Links zu den Sitzungen noch? Das Papier vom Bundesrechnungshof und vom Bundesumweltministerium kenne ich und es ist mir schleierhaft und unerklälich (naja eigentlich auch nicht) wie das alles ignoriert wird.
Auch wenn ich fürchte, dass wir die Kuh nicht mehr vom Eis kriegen, sollten die Politiker doch wenigstens merken, dass wir nich alle schlafen und nicht jede aufgehübschte Zeichnung schlucken.
mamalu


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BeitragVerfasst: 23.09.2010 - 11:33 
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Eigentlich schade, dass niemand die Vorlage annimmt, über das Thema in einer möglichst sachlichen Form zu diskuieren. Bei meinen Nachforschungen, wie denn das Thema in den Regionalversammlungen bei den entscheidenden Abstimmungen diskutiert worden ist, gewann ich schon den Eindruck, dass das Projekt durchgewunken wurde. Aus Weinstadt waren damals die Herren Claus J. Paal (CDU) und Jürgen Hofer (FDP) mit dabei.

Das Bundesumweltamt hat kürzlich in einer Expertise auch Stuttgart 21 und die geplante Neubaustrecke Wendlingen Ulm unter die Lupe genommen und ebenfalls ein vernichtendes Urteil gefällt. Die S 21 und die NBS betreffenden Seiten der Expertise können als Auszug hier eingesehen werden:

http://www.kopfbahnhof-21.de/fileadmin/ ... bis156.pdf

Vielleicht lassen sich bei der Lektüre der wenigen Seiten (es sind nur 6, die es aber in sich haben) doch noch einige Weinstädter Bürger dazu bewegen, bei den Protestdemonstrationen aktiv mitzuwirken. Wer nur die Zuschauerrolle einnimmt, kann jedenfalls nichts mehr bewirken.


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BeitragVerfasst: 20.09.2010 - 20:20 
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Danke, Frau Reiter, für die prompte Auskunft.


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