Weinstädter Bürgerforum

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BeitragVerfasst: 25.01.2013 - 18:52 
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@Endersbach I: Sie sollten sich mal im Hauptbahnhof (Hbf) besser umschauen, dort gibt es in der Mitte eine Unterquerung, die alle 8 Bahnsteige miteinander verbindet. Allerdings noch ohne Rolltreppen, denn die gab es vor 100 Jahren - als der Hbf erbaut wurde - noch nicht. Mit ein bisschen Fantasie kann man sich doch vorstellen, dass dies bei einer Rundumerneuerung nachgeholt werden kann. Es handelt sich dann nur noch um einen Mehrweg von rund 50 m, um bequem den 8. Bahnsteig zu erreichen.

Der Hbf in Stgt. wird mit Regionalzügen aus 8 Regionen angefahren. Hinzu kommen IRE`s, IC`s und ICE`s. Optimal wäre es, wenn man von allen Zügen zu allen Zügen ohne lange Wartezeiten umsteigen könnte. D.h. die Züge müssten zu einem bestimmten Takt im Hbf eintreffen, was man einen Integralen Taktfahrplan nennt. Dazu benötigen die Züge Halteraum, den ihnen ein 8-gleisiger Bahnhof nicht bieten kann. Die Züge können dort nicht alle aufeinander warten. Deshalb müssen Sie warten, bis der nächste Zug eintrifft, der in Ihre Richtung fährt. Das kann dann schon mal eine halbe oder volle Stunde sein. Da nehme ich doch lieber die 50 m Mehrweg in Kauf.
Auf dieser Internetseite hier ist der Integrale Taktfahrplan sehr anschaulich dargestellt.

http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=305


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BeitragVerfasst: 25.01.2013 - 17:25 
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@ Hannes: Ich will in einem durchgangsbahnhof umsteige, bei dem Treppen, rolltreppen und aufzüge im mittleren Abschbschnitt des Bahnsteigs sind, ich dann nur höchstens 4 Bahnsteige weiter laufen muss und dann wieder runter fahre. Das spart im Vergleich zu jetzt mindestens 200 Meter weg.


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BeitragVerfasst: 22.01.2013 - 19:09 
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@Endersbach I: Eine möglichst kundenfreundliche Bahn wollen wir doch alle. Können sie mal eine Beschreibung abgeben, wie Sie, falls S21 mal in mehr als 10 Jahren fertig gestellt sein sollte, nach Ulm fahren werden? Irgendwo müssen Sie ja umsteigen, denn in Weinstadt halten nur S-Bahnen. Natürlich wäre es praktisch, wenn man beim Umstieg nur das Gleis gegenüber auf demselben Bahnsteig benutzen könnte, aber kennen Sie solche Hauptbahnhöfe?


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BeitragVerfasst: 22.01.2013 - 9:26 
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Dass die Stuttgarter gegen S21 sind kann ich ja verstehen, für die ist der Sackbahnhof wirklich praktisch. Aber als Weinstädter? Schon mal von Weinstadt nach Ulm oder München gefahren? Am besten noch 1. Klasse und mit Gepäck? Vom Gleis 102 zum vorderen Teil von Gleis 16 ist ne Halbtageswanderung. Aber der jetzige Bahnhof ist ja angeblich so Kundenfreundlich.


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BeitragVerfasst: 20.01.2013 - 13:25 
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Ich muss schon sagen, bei so viel Naivität im Land hatten und haben die Projektbetreiber und ihre Helfer leichtes Spiel. Kein Wunder, dass die Volksabstimmung so verlaufen ist.

@Waldi21: Ich kann nicht erwarten, dass Sie sich mit meiner Argumentation auseinandersetzten. Wenn Sie mich aber schon zitieren, dann sollten Sie wenigstens den Versuch machen, eine Antwort auf meine Frage zu finden und nicht ein Thema neu beginnen, das mit meiner Fragestellung überhaupt nichts zu tun hat. Politiker bedienen sich oft dieser Methode. Ein Journalist stellt dem Politiker eine Frage und der Politiker versucht eine Botschaft loszuwerden, ohne auf die Frage einzugehen.

Meine Frage galt der Glaubwürdigkeit, also welcher Seite man wohl am ehesten Vertrauen schenken kann. Wer hat welche Interessen? Bei wem muss man eher vorsichtig sein?
Ihre Antwort hatte volkswirtschaftliche Ansätze, was mit meiner Frage wirklich nichts zu tun hatte.

Vor der volkswirtschaftlichen Bewertung eines Projekts sollte aber geklärt werden, ob das Projekt selbst überhaupt sinnvoll ist oder ob es eher Schaden anrichtet. Wenn es sinnvoll wäre, muss man aber auch seine Wirtschaftlichkeit im Auge haben. Nur etwas bauen, damit Geld unter die Leute kommt ist bescheuert. Wenn man Geld ausgibt, muss man es doch dort investieren, wo es - volkswirtschaftlich betrachtet - den meisten Nutzen bringt, bzw. dort wo der Schuh am meisten drückt.

S21 als Konjunkturprogramm ist zu wenig. Das gleiche Geld können Sie auch sinnvoll unter die Leute bringen. Dann sind es halt andere Firmen und ihre Mitarbeiter, die davon profitieren.

Noch ein Wort darüber, ob es für einen Ausstieg bereits zu spät sei, wie Wald21 und Querdenker meinen.
Warum sollte ein Projekt, das noch nicht so richtig begonnen worden ist, das die Projektbetreiber selbst schon als nicht mehr wirtschaftlich einstufen und deren finanziellen Risiken nach Meinung vieler Experten (auch aus Kreisen der der Bahn) auf rund 10 Mrd. anwachsen kann, nicht abzubrechen sein? Ein privater Betreiber hätte einen solchen Murks zwar niemals begonnen, wenn sich aber bei einem seriösen Projekt solche Risiken im Anfangsstadium ergeben, hätte dieser keinen Moment gezögert den Bau zu stoppen. Mit Steuergelder ist aber alles möglich.


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BeitragVerfasst: 05.01.2013 - 18:27 
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in der letzten zeit bin ich häufiger auf fernstrecken der bahn unterwegs und wenn ich mir so die bahnhöfe anderswo ansehe, muss ich sagen: der alte bhf in stuttgart war toll!

frankfurt hbf ist unter aller s..., dreckig und wohl in erster linie von männern frequentiert, denen die benutzung einer toilette oder eines pissoirs absolut fremd ist, dazu noch mehr als behindertenunfreundlich!

hamburg nicht viel anders.

lübeck scheint weder aufzüge noch rolltreppen zu kennen.

und nicht zu vergessen diese fürchterlichen kopfbahnhöfe überall, mailand, rom, münchen ... einfach unzeitgemäß!!! na, zum glück wird in stuttgart die sache angegangen!

ernsthaft: einen nutzen sehe ich in s21 auch immer noch nicht!


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BeitragVerfasst: 28.12.2012 - 22:12 
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Hannes>Warum sollte man Menschen und Institutionen, die beim Bau von S21 profitieren, mehr Vertrauen schenken, als Menschen, die unbefangen und mit großem Sachverstand das Vorhaben beleuchten? <

Vielleicht ist es halt leider auch so, daß viele aus dem Großraum Stuttgart genau bei diesen "Menschen und Institutionen" ihre Brötchen verdienen (und weniger bei den S21-Gegnern).
Soll man also dagegen sein das diese Firmen profitieren ???
Es ist nicht zu leugnen, daß viel schief gelaufen ist und noch schief laufen wird.
Die Kostensteigerung war meiner Meinung nach doch absehbar, welche Großbaustelle wird nicht im Endeffekt teurer als geplant ???
Flughafen Berlin, Krankenhaus Winnenden ............ etc. etc.

Ich kann mich da der Meinung von Querdenker nur anschließen, für ein Zurück ist es zu spät.


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BeitragVerfasst: 28.12.2012 - 21:52 
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Es gibt "domme, saudomme, ond solche, dia da Berg nuff bremsad", sagt der Schwabe, der landläufg als geistig minderbemittelt beschrieben wird. So werden die Befürworter von Stuttgart 21 von den Gegnern eingeordnet. Sehenden Auges aller wissenschaftlicher Argumente von FÜR und WIDER bleibe ich bei meiner Meinung, daß der Tiefbahnhof die bessere Lösung ist. Muß ich mich dafür beschimpfen lassen??


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BeitragVerfasst: 28.12.2012 - 17:33 
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@Querdenker
Ihr Name lässt erwarten, dass Sie in der Lage wären quer zu denken, das Projekt einmal von einer anderen Seite zu beleuchten und kritisch zu betrachten. Ihrem Kommentar zufolge scheinen Sie hierzu aber nicht in der Lage zu sein. Sie argumentieren auf dem Niveau der Bildzeitung, falsch und einfach.
Quer zu denken wäre z.B., sich einmal Gedanken zu machen, welche Personen und Institutionen das Projekt fördern und welche es hingegen sehr kritisch betrachten. Sie werden bei der letzteren Gruppe feststellen, dass diese weitgehend unabhängig und schon deshalb glaubwürdiger ist. Im folgenden Link können Sie einige Promis (alphabetisch geordnet) der Projektkritiker kennen lernen, darunter auch viele renommierte Experten im Ingenieurwesen:
http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=1202
Man muss sich halt mal die Zeit nehmen und vorurteilsfrei deren kurze Statements lesen.
Der nächste Link zeigt einen Einblick in das S21-Kartell:
http://www.kopfbahnhof-21.de/index.php?id=320
Warum sollte man Menschen und Institutionen, die beim Bau von S21 profitieren, mehr Vertrauen schenken, als Menschen, die unbefangen und mit großem Sachverstand das Vorhaben beleuchten?

Apropo demokratische Entscheidung. Warum soll man eine Abstimmung, die mit Lug und Trug beeinflusst worden ist ohne zu protestieren akzeptieren? Bezüglich der Kosten ist die arglistige Täuschung wohl offensichtlich, zu viele Expertengruppen hatten zum Zeitpunkt der VA die Kosten bereits wesentlich höher eingestuft. Nach dem die Kosten nun explodiert sind, ist der Verfassungsrechtler Joachim Wieland der Auffassung, dass die Volksabstimmung zu S21 keine verbindliche Wirkung mehr für die baden-württembergische Landesregierung hat. Dieser Verfassungsrechtler hat im übrigen den Abstimmungstext ausgearbeitet. Sie brauchen also die Projektgegner, die weiter gegen diesen Murks und die mafiösen Machenschaften demonstrieren, nicht als schlechte Demokraten hinstellen.


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BeitragVerfasst: 24.12.2012 - 13:08 
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Und wenn der Hannes nochmal 20 Seiten schreibt, jeder macht sich seine eigenen Gedanken über diese Projekt. Ich könnte mir auch eine andere Lösung vorstellen, z.B. einen Fernbahnhof neben dem Flughafen und eine Schnellverbindung zur Stadtmitte. Dafür ist es aber längst zu spät. Warum haben sich die Gegner des Projekts nicht vor Jahren, als dieses im Bahnhofsturm ausgestellt wurde, zu Wort gemeldet? Fakt ist, dass es jetzt zu spät für einen Baustopp ist. Erstens sind die Kosten dafür zu hoch, zweitens wird die dringend nötige Erneuerung der bestehenden Gleisanlagen weiter verzögert, wenn es überhaupt im laufenden Betrieb gemacht werden kann, und drittens kostet es dann nicht viel weniger als die jetzige Lösung.
Wann akzeptieren die Gegner eigentlich demokratische Entscheidungen? Die Argumente wegen gefällter Bäume und bedrohten Tierarten kann ich so langsam nicht mehr hören, wir können ja in die Steinzeit zurückfallen. Allerdings hat man damals nicht diskutiert, sondern sich gegenseitig den Schädel eingeschlagen!
Schöne Weihnachten und ein friedvolles Neues Jahr........!


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BeitragVerfasst: 23.12.2012 - 16:29 
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@Hannes

Nicht genug, dass es solangsam reicht und wir alle verstanden haben, was Sie wollen. Es wäre schön, zumindest einmal um die Weihnachtszeit vor diesem Rumgejaule Ruhe zu haben. Vor allem lassen Sie bitte Jesus Christus in diesem Zusammenhang aus dem Spiel. Dieser steht für Leid, Zuversicht, Hoffnung und Nächstenliebe, was man nüchtern betrachtet bei einigen "Gutmenschen" nicht gerade erkennen konnte.

Werfen Sie einfach um die Weihnachtsfeiertage einen kleinen Blick nach Schwäbisch Gmünd und überlegen sich, wie die Stadt heute noch aussehen würde, wenn sich alle gegen den neuen Tunnel und das Gartenschaugelände gewehrt hätten. Auch hier mussten zahlreiche Bäume gefällt werden, um den Platz für neue Projekte freizumachen.

Wenn Sie dann noch etwas Zeit mitbringen möchten, empfehle ich Ihnen einen Blick auf die neue Killesberghöhe. Auch hier wurde (übrigens auch mit Baggern und viel Dreck) eine Parkerweiterung mit Bachläufen und Ruhebänken errichtet.

Vielleicht nutzen Sie die besinnlichen Tage doch auch bitte einmal, um darüber nachzudenken, wem Sie einen gesunden Menschenverstand billigen und wem nicht. Jesus Christus sollte Sie eigentlich gelehrt haben, sich nicht über andere zu stellen.

Es gibt eine klare und unmissverständliche Aussage, auch von Herrn Kretschmann veröffentlicht, die ich in diesem Zusammenhang als sehr lösungsorientiert betrachte. Derjenige zahlt die Mehrkosten, welcher diese verursacht. Und damit appeliere ich auch an diejenigen, welche die Kosten für sämtliche Polizeieinsätze, die Parkräumung, die Sachbeschädigungen, den Filderdialog und die Entfernung sämtlicher Aufkleber in und um das Stadtgebiet sowie die Kosten für den Volksentscheid verursacht haben.

In diesem Sinne wünsche ich ein wunderschönes Weihnachtsfest und besinnliche Tage. :D


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BeitragVerfasst: 23.12.2012 - 16:03 
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Die Weihnachtszeit ist unter anderem auch die Zeit der Besinnung, Zeit des Nachdenkens, Zeit des Innehaltens.

Auch beim Projekt S21 wäre dies angesagt. Ein Jahr nach der Volksabstimmung explodieren die Kosten des Projekts, obwohl noch gar nicht richtig mit dem Bau begonnen worden ist. Versprochen worden ist was anderes. Man erweckte den Eindruck, dass es sich bei S21 um ein besonders gut geplantes und gut durch kalkuliertes Projekt handele. Spätestens jetzt müsste jedem Politiker klar sein, dass die Bahn die Bevölkerung arglistig getäuscht hat, zumindest was die Finanzierung angeht.

Es ist nun zu einfach, die Diskussion auf die Ausstiegskosten zu lenken und der Bahn sowie manchen Landespolitikern (Schmiedel und Rülke) zu glauben, die sich mit horrenden Ausstiegskosten zu übertreffen versuchen.
(Anmerkung: Die genannten Summen für die Ausstiegskosten haben schon Dimensionen erreicht, mit denen dieselben Leute vor ein paar Jahren noch das gesamte Projekt stemmen wollten, da kann man sich nur noch an den Kopf fassen.)
Nun wird argumentiert, dass es doch dumm wäre, diese hohen Ausstiegskosten für nichts zu bezahlen. Sie gehen fälschlicherweise davon aus, dass das Ende der Fahnenstange erreicht sei und das vorgesehene Projekt dem Land nutzen werde.

Nachdem die arglistige Täuschung in der Kostenfrage offensichtlich ist, sind noch viele Bürger der Meinung, dass das Projekt dennoch gut und sinnvoll sei und nun halt nur ein wenig teurer werden würde als zunächst angenommen. Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht … Zumindest wären die bisher gutgläubigen Politiker gut beraten, auch andere Bestandteile des Projekts kritisch zu hinterfragen, so wie es der Physiker Dr. Christoph Engelhardt getan hat, als ihm bei der Geißlerschen Schlichtung einige Ungereimtheiten auffielen. Er hat sich darauf hin intensiv mit dem geplanten Projekt auseinandergesetzt, insbesondere mit dessen Leistungsfähigkeit. http://www.wikireal.info/wiki/Stuttgart_21/Stresstest
Dabei kam er zu dem Schluss:
"S 21 ist der größte technisch-wissenschaftliche Betrugsfall der deutschen Industriegeschichte."

Diese gewagte Bewertung wurde im Stern und Focus vor gut 2 Monaten veröffentlicht, ohne dass die Bahn auf diesen Vorwurf reagiert hat. Dies sagt alles. Normal wäre eine Klage der Bahn gewesen, aber dadurch wäre der ganze Betrug aufgeflogen.

Die Frage muss deshalb lauten: Können wir es uns erlauben, viele Milliarden Euro für einen Infrastruktur-Rückbau (also einen Bahnknoten bauen, welcher deutlich weniger leisten kann als der bestehende) in ein Fass ohne Boden zu werfen? Nur Bürger die Teil dieser kriminellen Vereinigung sind oder sich einen eigenen Vorteil davon versprechen, können diese Frage bejahen.

Aber es sind nicht nur die Kosten und die Leistungsfähig die einen Ausstieg nahe legen. Hinzu kommen auch noch die vielen ungeklärten Sicherheitsfragen, die wenn überhaupt, nur mit vielen weiteren Milliarden zu lösen sind. Als Beispiel sei hier der völlig unzureichende Brandschutz in Tiefbahnhof und Tunnels genannt. Die Projektbetreiber nehmen hier bei einem Brand hunderte Tote billigend in Kauf.

Wer sich mit dem Projekt einmal intensiv, kritisch und unvoreingenommen auseinandergesetzt hat kommt um die Feststellung, dass es sich hierbei um einen großen Murks handelt, nicht umhin. Schon die vielen Ausnahmereglungen, die der Bundesverkehrsminister leichtsinnig erteilt hat machen dies deutlich. Hervorzuheben ist hier z.B. der in eine Neigung gelegte Bahnhof. 500 x steiler als eigentlich erlaubt soll dieser werden. Zwischen Ein- und Ausfahrt gibt es 6 m Höhendifferenz.

Wer meint, Ingenieure könnten diese Probleme alle noch zufriedenstellend lösen, täuscht sich gewaltig. Wer aber immer noch nicht wahrhaben möchte, dass wir wohl einer großen Betrügerbande auf den Leim gegangen sind, sollte wenigstens mit dem Weiterbau so lange warten, bis die wesentlichen Kritikpunkte (z.B. Brandschutz, fehlende Leistungsfähigkeit) und die daraus folgenden Kosten geklärt sind. Es gibt keinen plausiblen Grund kopflos und schnell weiter zu bauen. Die Bahn ist schon so lange in Verzug und viele Teile sind eh noch nicht genehmigt, da kommt es auf ein paar mehr oder wenige Wochen auch nicht mehr an.

Ich möchte die Weinstädter Gemeinderäte und Herrn OB Oswald auffordern, alle ihre Einflüsse geltend zu machen, um zumindest einen Baustopp zu erreichen. Es darf nicht sein, dass in den nächsten Tagen und Wochen Teile des Rosensteinparks abgeholzt werden und ein weiterer irreparabler Schaden entsteht. Der Gestattungsvertrag zur Abholzung von Teilen des Rosensteinparks liegt Minister Schmid bereits zur Unterschrift vor.
Schalten Sie aus parteitaktischen Gründen nicht den gesunden Menschenverstand aus.


Morgen ist der Geburtstag von Jesus Christus. Ich habe mich gefragt, auf welcher Seite er wohl stehen würde, wenn er heute unter uns lebten und bin mir sicher, dass er sich auf die Seite der Projektgegner gestellt hätte.

Ich wünsche allen eine besinnliche Weihnacht.


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BeitragVerfasst: 27.11.2011 - 7:22 
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Hannes hat geschrieben:
Ich kann Ihrer Logik leider nicht mehr folgen.

Weil Sie nur den Bahnhof betrachten statt das gesamte Projekt.
Die Vertragspartner Flughafen, Bund, Land, Region, Stadt und Bahn haben aber unterschiedliche Interessen.
Während es dem Flughafen und der Region um eine bessere Anbindung geht, sind es für die Stadt freiwerdende Flächen.

Bei Ihrer Alternative Kopfbahnhof 21 muss eine weitere Trasse mitten durch den Rosenstein verlegt werden,
eine zusätzliche Neckarbrücke in Cannstatt gebaut werden wo gar kein Platz ist und
bei Wangen ein Tunnel oder vielleicht auch eine Ultrabrücke irgendwie über die Fildern, je nachdem ob Daimler etwas von seiner Fläche günstig abgibt oder die dort wohnenden Menschen mit einer Brücke über Ihren Häusern leben können.
Bund, Stadt, Region und Flughafen sehen bei Ihren Vorstellungen keine Vorteile für sich und damit auch kein Interesse mehr an einer Finanzierung.

Wer die milliardenteuere zusammengeflickte Alternative Kopfbahnhof 21 finanzieren soll steht in den Sternen.


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BeitragVerfasst: 26.11.2011 - 19:14 
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@Oliver
Oliver hat geschrieben:
Meiner Ansicht nach muss das komplette Projekt angeschaut werden und in sich stimmig sein.
Dazu gehört nicht nur der Bahnhof, sondern auch die Stadtentwicklung,
aber vor allem auch die Anbindung der ganzen Region an Flughafen und Messe
und die Verbindung der Regionen untereinander.
Stadt Stuttgart ist doch nur ein kleiner Teil unseres Wirtschaftsraumes. Warum soll für Züge dort am Kopfbahnhof immer Endstation sein.
Böblingen, Heilbronn, Esslingen und unser Rems-Murr-Kreis haben alle selbst um die 400.000 Einwohner.


Ich kann Ihrer Logik leider nicht mehr folgen. Der Bahnhof ist zwar nicht alles, aber ohne einen leistungsfähigen Bahnhof ist alles nichts. Zumindest trifft dies dann zu, wenn man viele Autofahrer auf die Schiene bringen möchte. Wenn Sie diese Selbstverständlichkeit schon in Frage stellen, brauchen wir nicht mehr weiter zu diskutieren. In der übrigen Planung ist aber auch noch so viel Murks enthalten, dass es selbst bei einem leistungsfähigeren Tiefbahnhof noch genügend Gründe gibt, das Projekt fallen zu lassen. Der ganze Filderabschnitt ist genau aus diesem Grund noch nicht genehmigt.
Ihre Argumentation ist so, als hätte ich auf das zu schwache Herz eines Menschen hingewiesen, der nach 2 Treppen eine Pause einlegen muss und Sie sagen mir, dass es doch beim Menschen nicht nur auf das Herz ankäme, dass es auch noch andere wichtige Organe gibt.

Oliver hat geschrieben:
Die S21 Gegner propagieren ständig mit neutralen und unabhängigen Expertenmeinungen und
verlinken dabei auf Seiten Ihresgleichen und beschimpfen andere als Lügenpack.
Was ist das für ein Charakter?


Die Verlinkungen führen in der Regel zu fachlichen Beiträgen zum Thema S21. Setzen Sie sich doch bitte damit auseinander und weisen auf fachliche Fehler hin, wenn Sie welche gefunden haben.

Ich weiß nicht ob es unbedingt ein schlechter Charakter sein muss, wenn Bürger, die sich über die Mogeleien der Bahn und manchen Politikern entrüsten, Lügenpack rufen. Der Stresstest wurde von der Bahn nachweislich hingemogelt (Die Links zu den Nachweisen wurden bereits reingestellt). Eigentlich müsste ein Aufschrei durch die Medienlandschaft gehen. Die Staatsanwaltschaft müsste einschreiten. Nichts geschieht. Jetzt frage ich Sie: wo liegen charakterliche Mängel vor? Bei denen die mit Mogeleien ihr Ziel verfolgen? Oder bei den Medien, die diesem Treiben zuschaut und ihm einen niedrigen Stellenwert einräumt? Oder bei den Menschen die sich heraus halten und die Projektbetreiber gewähren lassen? Oder sind wirklich nun diejenigen Bürger, die auf diese Schweinereien aufmerksam machen wollen, die Bösen?


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BeitragVerfasst: 26.11.2011 - 14:45 
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Hannes hat geschrieben:
Ich bin der Meinung, dass das Vorhandensein eines leistungsfähigen Bahnknoten im Herzen Bws, absoluten Vorrang haben muss vor einer Stadterweiterung. D.h. man muss zuerst dafür Sorge tragen, dass die für eine zukunftsfähige Bahn notwendige Leistung gesichert ist. Kann dieser Nachweis nicht zweifelsfrei erbracht werden, muss man so lange umplanen, bis es passt, auch wenn der Traum vom neuen Stadtteil dadurch in Gefahr gerät.
Meiner Ansicht nach muss das komplette Projekt angeschaut werden und in sich stimmig sein.
Dazu gehört nicht nur der Bahnhof, sondern auch die Stadtentwicklung,
aber vor allem auch die Anbindung der ganzen Region an Flughafen und Messe
und die Verbindung der Regionen untereinander.
Stadt Stuttgart ist doch nur ein kleiner Teil unseres Wirtschaftsraumes. Warum soll für Züge dort am Kopfbahnhof immer Endstation sein.
Böblingen, Heilbronn, Esslingen und unser Rems-Murr-Kreis haben alle selbst um die 400.000 Einwohner.

Hannes hat geschrieben:
Es ist einfach, die Verkehrsberatungsfirma Vieregg & Rössler pauschal madig zu machen. Ein Gutachten ist auch nicht per se unseriös, wenn es von Gegner des Bahnprojekts in Auftrag gegeben worden ist.
Es ist aber dann unseriös wenn von neutralen Quellen ausgegangen wird.
Die S21 Gegner propagieren ständig mit neutralen und unabhängigen Expertenmeinungen und
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Was ist das für ein Charakter?


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